|
Freitag 28. Mai 2004
(zurückgelegte Wegstrecke: 322 Meilen) Da wir heute noch ein großes Stück in Richtung Seattle schaffen wollen und vorher noch einmal in den Yellowstone National Park fahren wollen um ein paar heiße Quellen zu besichtigen stehen wir heute schon sehr früh auf und fahren um 8 Uhr ab. ![]() Das erste Tor des ersten Nationalparks der USA steht hier bei Gardenier Doch schon wenige Meilen innerhalb des National Parks sehen wir, daß am Straßenrand ein halbes Duzend Autos geparkt hat und Leute mit Fotoapparaten am Fluß stehen und auf die andere Seite sehen. Wir halten an und versuchen zu erkennen, was es da zu sehen gibt und entdecken eine Elchkuh, die gerade dabei ist ein Junges zu werfen.
![]()
![]()
Fast zwei Stunden bleiben wir dabei und beobachten neben der Geburt auch die ersten angestrengten Bemühungen des neugeborenen Elchs auf die Beine zu kommen. Schließlich erleben wir mit, wie es die ersten Schritte macht - bevor es erschöpft zusammenbricht. Noch länger wollen wir nicht warten und fahren weiter in den Park hinein zu den Mammoth Hot Springs. Einige der heißen Quellen ergießen sich in Stufen den Berg hinunter, andere kommen aus dem Boden. In beiden Fällen haben sich über die Jahre die im heißen Wasser gelösten Silikate und Salze rund um die Quellen ablagert und Bilder aus wunderschönen Formen und Farben gezeichnet. Unangenehm ist nur, daß das ganze mit Schwefelgeruch (riecht nach verfaulten Eiern) unterlegt ist. ![]() ![]()
![]() Mammoth Hot Springs Nachdem wir sowohl die Lower also auch die Upper Terraces besucht haben fahren wir noch tiefer in den National Park hinein, bis zum Norris Gayser Basin. Gestern hatten wir leider keine Zeit mehr dieses Gebiet zu besichtigen. Norris ist das heißeste und seismisch aktivste Geysir Gebiet im Yellowstone Nationalpark. Jedes Jahr gibt es sichtbare Änderungen in Farbe und Dampfausstoß bei vielen der existieren Geysiren und heißen Quellen. Wie wir lesen war dies im letzten Jahr besonders auffällig: einige der bestehenden Geysire erloschen und gleichzeitig bildeten sich an anderen Stellen neue Geysire. Weiterhin hat sich letztes Jahr die Bodentemperatur in diesem Gebiet deutlich erhöht - an einigen Stellen bis auf 100°C(!), so daß einige Trails aus Sicherheitsgründen geschlossen werden mußten. Die Temperatur in den kritischen Stellen ist in diesem Jahr aber wieder auf unter 50°C abgesunken, so daß heute die meisten Trails wieder offen sind. ![]() ![]() Heiße Quellen im Norris Gayser Basin Aus Sicherheitsgründen ist es verboten die befestigten Trails zu verlassen, da der Boden in diesem Gebiet sehr fragil ist und man plötzlich einbrechen kann und dann mit dem Fuß im kochenden Wasser landen könnte. Dieses Gebiet ist unheimlich faszinierend! Leider müssen wir schon bald wieder aufbrechen, damit wir unsere Zeitplanung nicht komplett sprengen und gegen 13:30 Uhr fahren wir wieder zurück nach Gardenier und von dort aus weiter nach Norden über die US-89. In Livingston biegen wir auf die I-90 in Richtung Seattle ab. ![]() Wir überqueren den 45ten Breitengrad - der halbe Weg vom Äquator zum Nordpol In Missoula wollen wir in einem der in unserem Coupon Heft empfohlenen Motels unterkommen, haben aber Pech, da dieses schon ausgebucht ist. Auch in einigen benachbarten günstigen Motels ist kein Zimmer mehr zu haben. Wir erkundigen uns, ob ein besonderer Grund dafür existiert, daß gerade heute alle Motels ausgebucht sind und erfahren, daß in Missoula gerade eine Messe ist. Schlechtes Timing.... Aber schließlich finden wir doch noch ein relativ günstiges Motel in East Massoula. Wir essen in einem Taco Bell zu abend und anschließend gehen wir noch ins Kino und sehen uns "Man on Fire" an. | ||||||||||||