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Montag 17. Mai 2004
(zurückgelegte Wegstrecke: 19 Meilen) Heute wollen wir einen Ausflug zur Rainbow Bridge machen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten um zu dieser größten Naturbrücke der Welt zu kommen: zu Wasser oder zu Fuß. Da der Weg zu Fuß ein zweitäger Hike ohne Wasserversorgung wäre, entschließen wir uns für den Wasserweg. Die günstigste Möglichkeit dazu ist eine Schiffstour auf dem Lake Powell Stausee. Diese kostet aber immer noch gut 100 US$ pro Person. Da es sich jedoch um eine Tagestour handelt hoffen wir auf dieser Tour noch mehr zu sehen als nur die Brücke - ein Trugschluß wie sich im nachhinein zeigt. Das Boot fährt zunächst stundenlang den ehemaligen Canyon entlang, ohne daß die Landschaft irgendwelche Abwechslung bieten würde. Später tauchen am Ufer immerhin einzelne Berge auf. Erst kurz vor der Rainbow Bridge, als wir den Lake Powell verlassen und in einen der Seitencanyons eintauchen, wird die Strecke optisch interessanter. Immer enger wird der Canyon und das Navigieren wird immer anspruchsvoller. Schließlich legt das Boot an und wir verlassen das Schiff. Ein Hinweisschild zeigt, daß es noch 1 1/4 Meilen bis zur Rainbow Bridge sind. Da Niedrigwasser ist, kann das Boot nicht weiter in den Canyon hineinfahren.
![]() Rainbow Bridge - mit fast 100 Metern Höhe die größte Naturbrücke der Welt Wir legen einen schnellen Schritt hin, da ich die Brücke gerne ohne all die anderen Leute fotographieren möchte. So treffen wir auch mit mehreren Minuten Vorsprung an der Rainbow Bridge ein. Der Anblich ist wirklich beeindruckend! Auf Postkarten haben wir gesehen, daß das Wasser bei Hochwasser manchmal bis unter die Brücke reicht. Beinahe 100 Meter hoch überspannt sie heute das leere Bachbett. Nachdem ich meine Fotos geschossen habe, tauchen schließlich auch die anderen Fahrgäste auf. Wir genießen noch ein paar Minuten den Anblick und machen uns dann auf den Rückweg zum Schiff. Die Rückfahrt verläuft ähnlich unspektakulär wie die Hinfahrt und wir sind froh, als das Boot gegen 17 Uhr endlich wieder im Hafen einläuft. Wir fahren mit dem Auto zurück zum Motel und gehen dann zu einer nahegelegen Wäscherei um wieder einmal unsere Schmutzwäsche zu waschen. Während wir darauf warten, daß die Wäsche fertig wird, bereite ich die nächste Etappe unserer Tour vor: der Canyonlands National Park. Michaela führt sich inzwischen ihre Lernsachen zu Gemüte. | ||||