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Sonntag 16. Mai 2004
(zurückgelegte Wegstrecke: 92 Meilen) Wir schlafen gemütlich aus. Michaela hat heute Geburtstag! Ich überrasche Sie, indem ich ihr ihre Geburtstagsgeschenke ans Bett bringe. Anschließend gehen wir Getränke einkaufen für den Besuch der Wave. Da wir uns mehrere Stunden in diesem Gebiet
Um 12 Uhr fahren wir los, zunächst noch einmal zur Paria Contact Station, um uns die Fotos noch einmal anzusehen. Dabei erfahren wir, daß es auch eine Orientation gibt - eine textuelle Beschreibung der Route in 9 Schritten der den genauen Weg zur Wave beschreibt. Danach sollte man unbedingt fragen, wenn man sich das Permit holt! Um zum Trailhead zu kommen müssen wir zunächst von der Paria Contact Station 4,9 Meilen in Richtung Westen auf der US-89 fahren. Dort biegen wir links auf die House Rock Valley Road, eine Schotterstraße, ab. Da diese Straße in schlechtem Zustand ist, brauchen wir für die 8,5 Meilen bis zum Wire Pass Trail Head Parkplatz eine halbe Stunde. ![]() Wire Pass Trail Head Parkplatz beginnt der Trail (geht hinter dem Schild vorbei) Gegenüber dem Parkplatz beginnt der Wire Pass Trail. Um zur Wave zu kommen folgen wir nun eine halbe Meile diesem Trail, der entlang eines ausgetrockneten Bachbetts verläuft. Nach einer Bachschleife zweigt rechts eine alte Straße ab. ![]() Ein Schild weist auf die Abzweiung der alten Straße zu den Coyote Buttes hin Endgegen unseren ersten Befürchtungen kann man diese Abzweigung nicht verpassen, da im Bachbett ein großes Hinweisschild aufgestellt ist, das geradeaus zur Buckskin Gulch und nach rechts zu den Coyote Buttes verweist. Zur Wave gehts entlang der alten Straße in Richtung Coyote Buttes. Die alte Straße führt steil den Berg hinauf. Als wir fast am Gipfel angekommen sind, finden wir die in der Orientation beschriebene Registrierbox. Alle Besucher der Coyote Buttes müssen sich hier eintragen, inklusive Permitnummer. Nachdem wir uns also registriert haben folgen wir weiter der alten Straße in Richtung Osten, bis diese an einem Bergrücken aus Sandstein endet. ![]() ![]() ![]() Der Sattel in der Mitte des oberen Bildes eignet sich super um den Bergrücken zu überqueren Etwas links bilded der Bergrücken einen etwas niedrigeren Sattel, der einen leichten Übergang bietet. Diesen benutzen wir um den Bergrücken zu überqueren. Wie aus der Orientation zu entnehmen steigen wir auf der Rückseite des Bergrückens nicht(!) wieder hinab, sondern biegen nach rechts (Süden) ab und folgen dem Bergrücken. Wir achten wie empfohlen darauf nicht an Höhe zu verlieren, sondern immer auf gleicher Höhe zu bleiben. Dadurch kommen man nach kurzer Zeit an zwei großen halbrunden Hügeln vorbei, die bei mir sofort die Assoziation mit gewissen prominenten weiblichen Körperteilen aufkommen lassen. Wir gehen wie beschrieben knapp unterhalb (links) von diesen Hügeln vorbei - dabei muß man über einen Stacheldrahtzaun steigen. Dieser ist an dieser Stelle für die Überquerung präpariert. ![]() Ziel in Sicht: unterhalb der Spalte im grauweißen Tafelberg liegt die Wave Wenn man von diesen Hügeln aus nach Süden (in Gehrichtung) schaut, sieht man in circa ein bis eineinhalb Meilen Entfernung einen grauweißen Tafelberg mit einer deutlich sichbaren dunklen senkrechten Spalte. Der Eingang zur Wave liegt genau unterhalb dieses Spaltes! Von nun gehen wir einfach immer geradeaus in Richtung dieser Spalte. Kurz vor dem Berg müssen wir noch einmal ein sandiges Bachbett durchqueren und dann auf der anderen Seite den Berg erklimmen. Am einfachsten geht dies bei einer Sanddüne, die mit einem großen Wacholderbaum bewachsen ist. Nach ca 5-10 Minuten Aufstieg sind wir endlich beim Eingang der Wave. Schon bevor wir in die Wave einsteigen, sehen wir die atemberaubende Zeichnung und Farbe der Felsen. Ich schieße einige Bilder, aber irgendwie sieht das alles noch nicht ganz so aus, wie auf den Bildern die in diversen Zeitschriften gesehen habe. Ich brauche einige Zeit, bis ich endlich heraus habe, von wo aus diese Bilder geschossen wurden: Vom Südeingang der Wave aus, während wir die Wave vom Nordeingang her betreten haben. Aber auch wenn man Aufnahmen vom Nordeingang her macht bietet die Wave einen atemberaubenden Anblick. Im nachhinein betrachtet ist es sehr einfach die Wave zu finden. ![]() ![]() ![]()
![]() Blick innerhalb der Wave nach Westen ![]() ![]() Impressionen vom Südeingang der Wave Es ist weder nötig sich besonderes Kartenmaterial zu besorgen, noch ein GPS dabei zu haben. Wenn man die 4 Landmarken (Bachbett, Bergkamm, große halbrunde Hügel (die mit den weiblichen Formen), Berg mit dunkler Spalte) beachtet - die man auch noch auf Fotos gezeigt bekommt - dann ist der Weg zur Wave ein Kinderspiel. Zu allem Überfluß bekommt man in der Paria Contact Station auf Nachfrage dann ja auch noch die genaue Wegbeschreibung... Gegen 15 Uhr machen wir Pause im Schatten eines Felsens außerhalb der Wave und machen Brotzeit. Wir wollen noch etwas bleiben umd die Wave im Glanz der untergehenden Sonne aufzunehmen. Leider macht uns aber das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Wolken ziehen auf und verdecken die Sonne. Es sieht zwar nicht so aus, als ob es regnen würde, aber auch nicht so als ob die Sonne vor Sonnenuntergang noch einmal auftauchen würde. Wir machen uns daher gegen 16 Uhr auf den Rückweg. ![]() Auch außerhalb der Wave gibt es schöne Motive! Zum Glück hat das Wetter so lange gehalten, bis wir unsere Aufnahmen von der Wave geschossen haben. Wäre sonst schade gewesen. Entgegen Michaelas Befürchtungen finden wir auch den Rückweg ohne Probleme. Sie hatte schon befürchtet wir müßten in den Cotton Buttes übernachten, da sie selber - ihrer eigenen Aussage nach - den Rückweg nicht allein gefunden hätte. Zum Abschluß des Tages gehen wir zu einem Mexicaner und bestellen eine Fajitapfanne für zwei Personen. Das Essen ist phantastisch! Wir geben ordenlich Trinkgeld und gehen dann zurück ins Motel um noch etwas fernzusehen. | ||||||