Donnerstag 13. Mai 2004
(zurückgelegte Wegstrecke: 146 Meilen)

Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr. Um 6:20 Uhr ist heute Sonnenaufgang, bis dahin wollen wir im Canyon sein. 15 Minuten später fahren wir los. Auf dem Autofenster sind Eisblumen! Aber wir sind hier ja auch auf 2300 Meter über NN. Das Gate des National Parks ist noch nicht besetzt, aber man darf einfahren.

Zunächst fahren wir zum Sunset Point, da hier das Licht besser sein soll als beim Sunrise Point. Als die Sonne aufgeht, hängt leider eine dicke Wolke genau an der Stelle, an der sich die Sonne erheben will. So dauert es etwas länger, bis wir sie zu sehen bekommen.

Sonnenaufgang vom Sunset Point Sonnenaufgang vom Sunset Point

Ich schieße einige Bilder. Es ist sehr kalt und Michaela geht früher zurück zum Auto. Anschließend fahren wir auf der Straße hoch bis zur Natural Bridge. Auf dem Rückweg halten wir noch am Inspiration Point. Dieser bietet sogar einen noch schönerern Blick auf den Canyon als Sunset Point. Ich verschieße fast einen ganzen Film...

Blick vom Inspiration Point in den Bryce Canyon
Blick vom Inspiration Point in den Bryce Canyon

Danach fahren wir zurück zum Motel und schlafen erst mal noch mal eine Stunde, bevor wir zum Frühstücken gehen.

Kathrin hat heute Geburtstag und ich versuche sie anzurufen - leider erwische ich nur ihre Mailbox. Hoffentlich hat der Florist, der ihr meine Blumen bringen will mehr Glück.

Außen am Motel hängen mehrere Futterkästen für Kolibris (Hummingbirds) und um diesen schwirren immer wieder diese ca. 3-4 cm kleinen Vögel herum. Ich lege mich mit meinen Fotoapparaten auf die Lauer um Bilder zu schießen und tatsächlich lassen sich die Kolibris nicht dadurch abschrecken, daß ich in der Nähe bin.

Kolibris

Kolibris
Kolibris besuchen die Futterkästen beim Motel

Etwas später fahren wir ein weiteres Mal in den Canyon ein. Wieder zum Sunset Point. Aber jetzt schultern wir unsere Rucksäcke und steigen hinab in den Canyon. Wir folgen dem Navajo Loop Trail durch den Teil des Canyons, der Wall Street genannt wird.

Abstieg in die Wall Street
Abstieg in die Wall Street

Abstieg in die Wall Street

Abstieg in die Wall Street Abstieg in die Wall Street
Abstieg in die "Wall Street"

Wenn man hier unten entlang geht, versteht man auch woher der Name "Wall Street" kommt: die hohen Felswände erinnern wirklich an die Straßenschluchten von New York. Unten im Tal folgen wir dann dem Connection Trail zum Queens Garden Trail. Dieser steigt relativ sanft an. Der gesamte Trail ist circa drei Meilen lang aber er hat es in sich, da er vom Canyon Rand bis tief in den Canyon hinein führt und wir entsprechend viele Höhenmeter zu überwinden haben. Michaela spürt noch die Tour von gestern in ihren Muskeln.

Connection Trail zwischen Wall Street und Queens Garden
Connection Trail zwischen Wall Street und Queens Garden

Connection Trail zwischen Wall Street und Queens Garden
Impressionen vom Connection Trail zwischen Wall Street und Queens Garden

Nach diesem Hike fahren wir die Straße entlang tiefer in den National Park hinein bis zum Rainbow Point. Dies ist das Ende der Straße und wir wenden. Auf dem Rückweg fahren wir über Bryce Point und Paria View. Diese bieten noch einmal schöne Bilder des Caynons. Inzwischen ist es bereits 18 Uhr und das Licht kommt aus einer anderen Richtung als am Vormittag.

Queens Garden
Queens Garden

Queens Garden

Queens Garden
Queens Garden

Queens Garden

Queens Garden
Queens Garden
Aufstieg über Queens Garden

Zurück im Motel gehen wir wieder ins Jaccuzzi und danach essen wir im Motel zu Abend. Michaela will noch etwas lernen und ich schreibe mein Tagebuch für gestern und heute.