|
Samstag 1. Mai 2004
(zurückgelegte Wegstrecke: 250 Meilen) Endlich gehts los! Gestern ist mein 6-wöchiges Internship bei hier in Redmond bei Seattle zu Ende gegangen und am Abend habe ich meine Freundin Michaela vom Flughafen in Seattle abgeholt. Heute beginnt unser gemeinsamer 4-wöchiger Urlaub. Um 7:30 Uhr läutet der Wecker. Michaela ist - dank Jet-Lag - schon wach. Wir duschen kurz, machen uns fertig und packen zusammen. Um 8:40 Uhr verlassen wir die Suite in Kirkland, in der ich die letzten 6 Wochen während des Internships gewohnt habe. Als erstes fahren wir nach Redmond um den Schlüssel für die Suite abzugeben. Danach fahren wir über die Interstate 405 zum Flughafen Seattle, um das Mietauto, das mir die Firma für die sechs Wochen Internship gemietet hat, zurückzugeben. Danach gehen wir zum Nachbarschalter um bei einem anderen Vermieter das Auto abzuholen, das wir für unseren Urlaub gemietet haben. Ich habe Bedenken, ob wir wohl unser ganzes Gepäck in dem gemieteten Auto unterbringen sollen, da wir aus Kostengründen ein Auto der kleinsten Klasse gebucht haben. Die Sorge ist jedoch unbegründet, denn der nette Kundenberater weist uns nach einem kleinen Hinweis auf unsere Gepäckmenge ein zwei Klassen größeres Fahrzeug zu - ein richtiger Straßenkreuzer! Um kurz nach zehn Uhr sind alle Formalitäten erledigt und wir fahren auf der Interstate 5 in Richtung Süden - allerdings nicht sehr weit. Schon an der nächsten Ausfahrt fahren wir wieder ab und halten bei einem McDonalds um zu frühstücken. Ich esse Sausage Rolls mit Ei und Wurstfüllung. Dazu noch ne große Cola. Michaela bestellt sich ein Frühstück mit hash brown Potatoes, Rührei und ein Hacksteak. Nach dieser kurzen Rast geht die Fahrt wieder weiter in Richtung Portland. Unser erstes Ziel ist die Columbia River Gorge, etwa 20 Meilen östlich von Portland. Die Gorge ist berühmt für die vielen Wasserfälle die sich hier in den Columbia River stürzen.
Kurz vor ein Uhr überfahren wir die Grenze zwischen den Staaten Washington und Oregon und gegen 13:30 Uhr halten wir bei den Wahkeena Falls und machen einen kleinen Hike am Wasserfall. Michaela klettert mutig an einem Felsen neben dem Wasserfall hoch - hat dann aber kleinere Probleme beim hinuntersteigen. Schließlich sind wir aber wieder am Auto und fahren weiter in die Columbia River Gorge hinein. ![]() Eine halbe Meile weiter halten wir aber schon wieder an. Hier befinden sich die Multnomah Fälle. Dabei handelt es sich um einen Doppelfall. Ein etwa eine halbe Meile langer Trail führt zu einer Brücke, die die Fälle in halber Höhe überspannt. Wir folgen diesem Trail auf die Brücke. ![]() Multnomah Falls Unser Hauptziel für heute ist jedoch noch eine weitere Meile tiefer in der Gorge: ein Trail der an mehrere Wasserfällen vorbei führt. Um 14:15 Uhr parken wir unser Auto am Trailhead neben dem Horse Tail Falls. Wie der Name schon sagt, ergießt sich dieser Wasserfalls als enger Strahl in ein Bassin direkt neben der Straße. Der Anblick erinnert tatsächlich an den Schweif eines Pferdes. ![]() Pony Falls Der Trail, der hier beginnt (Trail 438) führt in Serpentinen den Berg hinauf bis zum Kopf des Horse Tail Falls und dann über eine Brücke. Nach etwa einer halben Meile kommt man zum Pony Falls. Der Trail führt hinter diesem Wasserfall vorbei und dann weiter zu den Oneonta Falls und schließlich nach einer Gesamtstrecke von 2,5 Meilen zu den sogenannten Triple Falls. Dies ist ein Wasserfall, der sich in 3 separate Wasserfälle aufspaltet. Nach einer kurzen Rast am Triple Falls gehen wir denselben Weg wieder zurück zum Auto.
Gegen, 17:30 Uhr fahren wir wieder zurück in Richtung Portland und von dort aus wieder auf die I-5 in Richtung Süden. Für die Nacht habe ich bereits im voraus ein Zimmer im Snooz Inn In Wilsonville, ca. 11 Meilen südlich von Portland gebucht. Die Bezahlung für das Doppelzimmer (42 Dollar+Tax) habe ich bereits vorab per Kreditkarte erledigt. Wir essen im Chilis zu abend. Ich nehme mir am Namen des Restaurants ein Beispiel und bestelle gleich ein Chilli. Michaela bestellt einen Salate mit Hühnchenstreifen. Beides ist sehr lecker! Danach gehen wir im Tristways einkaufen - schon praktisch, daß hier die Supermärkte rund um die Uhr offen haben. Inzwischen ist nämlich schon 22 Uhr. Zurück im Motel mache ich mit MapPoint am Computer noch die Planung für den nächsten Tag. Außerdem kopiere ich noch die Fotos von meiner Digitalkamera (Canon EOS 300D) auf den PC. Abendessen im Chilis. Esse ein Chilli und Michaela einen Salate mit Hühnchenstreifen. Sehr lecker. Michaela ist schon nach ein paar Minuten eingeschlafen. Hat eh super durchgehalten. Für sie ist die Zeitverschiebung (9 Stunden im Vergleich zu Deutschland) durch den Flug ja noch ganz frisch. Um 23:30 Uhr gehe ich dann auch zu Bett. ![]() Mit diesem Straßenkreuzer der Marke Pontiac fahren wir durch die USA | |||||||