Dienstag 16. November 1999
(zurückgelegte Wegstrecke: 183 km)
Wir haben uns in diesem Urlaub wirklich zu Frühaufstehern entwickelt: Wieder sitzen wir schon um acht Uhr beim Frühstück.

Um 10 Uhr gehen wir alle zusammen zum Ausreiten. Monis Erzählungen vom Vortag über ihren Ausritt haben uns neugierig gemacht. Zusammen mit Dora, Norbert, Kasten und Jutta mache ich mich daher auf den Weg zu einem der Plätze, an dem jugendliche Araber Ihre Pferde angebunden haben.

Ich bekomme einen schönen Apfelschimmel zugeteilt. Wir beschließen einen 30 minütigen Ausritt (für 5 Dinar) zu buchen. Unter Aufsicht unserer Guides steigen wir auf die Pferde und trotten durch die sandigen Straßen. Zum Glück hatte ich vor ein paar Wochen ein paar Reitstunden, so daß ich mich problemlos im Sattel halten kann. Die Araberhengste sind geniale Tiere! Sie reagieren auf die kleinste Hilfe.

Als wir unterwegs bei einer schönen geraden Strecke allerdings dann mit unseren Pferden in den Galopp wechseln schreien uns die Guides beunruhigt hinterher. Offensichtlich wollen Sie uns doch lieber unter Ihrer Kontrolle. Bei dieser Gelegenheit erfahre ich auch, daß mein Pferd "Persico" heißt, denn mein Guide versucht ihn mit Zurufen meiner Kontrolle zu entreißen und zu bremsen. Am Ende der langen Geraden halte ich Persico dann aber selber an und warte zusammen mit Doro und Norbert auf die anderen.

Gegen halb zwölf checken wir aus (wir zahlen 58 TD) und fahren Richtung Süd-West. Mit einer Fähre setzen wir zum Festland über. Für die Fähre müssen wir 1,8 TD pro Fahrzeug berappen. Die Überfahrt dauert etwa eine Viertelstunde. Danach gehts weiter in Richtung Chott el Djerid (gesprochen Schott-El-Scherrid), einem großen Salzsee.




Entlang der Straße sind immer wieder Gemüsestände zu sehen - ganz anders als in Libyen

Das Chott erreichen wir kurz vor 16 Uhr und gönnen uns erst mal eine Rast und einen Tee.

In der Nähe des Chott machen wir Lager und freuen uns auf ein gutes selbstgemachtes Abendessen aus Dieters Vorratskiste. Heute gibt es Hacksteak mexikanisch mit Gemüse und Salat. Lecker!

Anschließend setzen wir uns noch zu einem gemütlichen Spieleabend zusammen, bevor wir gegen 21 Uhr in die Federn fallen.