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Samstag 13. November 1999
(zurückgelegte Wegstrecke: 102 km) Wir stehen kurz nach halb acht auf und stellen mit erstaunen fest, daß die Zelte außen völlig naß sind. Offensichtlich ist über Nacht die Luftfeuchtigkeit an unseren Zelten kondensiert! Das ist für uns völlig ungewohnt, nachdem wir die letzten Wochen durch die Wüste gezogen sind und dort die Luftfeuchtigkeit nie so hoch war, daß sich Kondenswasser hätte bilden können. Auch die Stühle und Tische sind naß und alles fühlt sich sehr klamm an. Heute hat Doro Geburtstag. Sie bekommt von uns ein Tuch in dem auf Arabisch Happy Birthday, 25 (ihr Alter) und alle unsere Namen draufstehen. Da unsere Zelte auch nach dem Frühstück noch naß sind, lassen wir sie aufgebaut stehen und verteilen uns auf die Fahrzeuge von Jens und Norbert. So können unsere Sachen in Ruhe trocknen, während wir Sabratha besichtigen. Sabratha wurde von den Römern gegründet und im Punischen Krieg zerstört. Die Überreste der alten Römischen Stadt können heute als Museum besichtigt werden. Es gibt Ruinen von römischen Bädern, viele Mosaiken und ein großes römisches Theater zu besichtigen. Für das betreten des punischen Museums hätten wir eigentlich noch mal extra Eintritt zahlen sollen, aber der Wächter läßt uns mit einem Augendrücken so durch. Wir hätten auch nicht eingesehen, hier nochmal zahlen zu müssen, nachdem wir pro Person bereits 3 LD Eintritt und 5 LD Fotografiererlaubnis bezahlt haben. ![]() Sabratha wurde 1982 zum Weltkulturerbe erklärt also mir gefällt die arabische Beschriftung wesentlich besser! ![]() Impressionen aus der Arena von Sabratha Inzwischen sind die Zelte doch noch trocken geworden und wir können Sie guten Gewissens abbauen und losfahren in Richtung Grenze. ![]() Entspannung am Zeltplatz Kurz vor vier Uhr nachmittags libyischer Zeit (kurz vor drei Uhr MEZ) erreichen wir schließlich die Grenze nach Tunesien. Zwei Stunden später sind wir schon durch! Wir stellen unsere Uhren wieder auf die nun gültige Mitteleuropäische Zeit um. Es ist also erst viertel vor fünf. Gleich hinter der Grenze, in dem schon bekannten Eukalyptushain, bauen wir wieder unser Lager auf. Zum Abendessen gibt es heute Zwiebelsuppe und anschließend Spagetti und Gulasch. Leider brennt das Gulasch an. Ich mache mir daher Cevapcici da ich den Geschmack von angebrannten Essen nicht vertrage. |