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Donnerstag 11. November 1999
(zurückgelegte Wegstrecke: 506 km) Heute wache ich schon um 7 Uhr auf. Kein Wunder: da ich heute nicht im Zelt übernachtet habe, sondern draußen, ist die Wirkung des Morgengrauens natürlich auch viel stärker und es wird schneller hell, als im Zelt. Ich bleibe aber noch bis halb 8 liegen und warte, bis auch die anderen sich langsam aus den Federn wälzen. Nach dem Frühstück rechnen wir kurz durch, wieviel Geld wir für die restliche Zeit in Libyen noch benötigen. Ich rechne für mich mit ca. 50 Dinar, da ich noch Andenken besorgen will. Insgesamt kommen wir auf einen Betrag von 150 Dinar. Wir verräumen wieder alles in die Autos und versuchen in Germa die benötigten Dinar zu tauschen. In Libyen gibt es ja keine Banken und auch keine Wechselstuben (der Handel mit Geld ist für Araber offiziell durch den Glauben verboten), daher versuchen wir unsere Dollars in Bäckereien und Cafes in Dinare zu verwandeln. Aber auch hier stoßen wir auf Probleme, aufgrund der kleinen Stückelung unserer Dollarnoten. Niemand will unser Dollars haben! Langsam kommen wir in arge Bedrängnis, da uns das Geld auszugehen droht... ![]() ![]() In Germa versuchen wir unsere Dollars in Dinar zu tauschen - ohne Erfolg Old-Germa war bis in 16. Jahrhundert bewohnt und wurde dann bei einem Überfall zerstört.Danach waren die Ruinen längere Zeit verschüttet. Nun, nachdem Ausgrabungsarbeiten im Gange sind, hinterläßt die Witterung starke Spuren an den ehemaligen Gebäuden. ![]() ![]() ![]() Old Germa war bis ins 16. Jahrhundert bewohnt. Zur Zeit sind Ausgrabungsarbeiten im Gange. Zum Abendessen gibt es heute wieder einmal meine Reiseleibspeise: Ratatouille. Es ist sehr windig. Dennoch gelingt es Dieter mit pfadfinderischem Einfallsreichtum (Benzin über die Holzscheite) ein wild zuckendes Lagerfeuer zu entzünden, das sogar den heftigsten Böen wiedersteht. Nach einer gemütlichen Tasse Rotwein gehen wir erschöpft zu Bett... |