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Sonntag 7. November 1999
(zurückgelegte Wegstrecke: 169 km) Um halb acht morgens werden wir unsanft geweckt. Diesmal aber nicht von Dieter, sondern von Willi, der seine nasse Schnauze neugierig in unser Zelt steckt. Gleich nach dem Frühstück fahren wir zu einem Bassin und füllen unsere Wasservorräte auf. Hier stoßen wir auf eine Gruppe Schweizer und deren Guides. Einer der Guides erlaubt sich einen Scherz als er Moni's Namen erfährt und nennt sie von da ab "Monika le Whisky". Moni braucht eine ganze Weile um die Anspielung (Monika Lewinsky) trotz der verkehrten Aussprache zu verstehen. ![]() Das Wasser hier hat zwar keine tolle Farbe, aber es schmeckt ![]() Die kurze Rast nutzen wir gutgelaunt für ein Gruppenfoto ![]() ![]() ![]() Wie die wilden beginnen die Tuaregs eine Stachelechse auszugraben Schließlich erreichen wir den Dünengürtel und können die heiße, endlose Staubebene wieder verlassen. Nachdem wir Lager gemacht haben und unsere Zelte aufgebaut haben mache ich mit Moni einen Dünenwettlauf: Derjenige, der die Spitze der Düne als erster erreicht wird in Zürich auf ne Pizza eingeladen. Als erster erreicht Willi das Ziel, der aber außer Konkurenz mitgelaufen ist (der will bestimmt eh keine Pizza). Ich erreiche die Spitze ganz knapp vor Moni. Wir sind fix und fertig und lassen uns oben in den Sand fallen. Mein Hals brennt wie Feuer und ich schmecke den metallischen Geschmack von Blut - da hab ich mich wohl doch etwas zu sehr verausgabt. Minuten später stoßen Dora, Ulli und Norbert zu uns, die den Aufstieg wesentlich gemütlicher angegangen sind. ![]() Lagerromantik Zum Abendessen gibts heute Schinkennudeln und Salat. Danach bereiten wir das Geburtstagsgeschenk für Moni vor. Sie hat ja morgen. Sie bekommt von uns eine mit Sand geschriebene Karte (Erst Uhu aufs Papier dann mit Sand bestreuen) und eine Tuaregkette. Danach mache wir ein Lagerfeuer aus Doras gesammelten Werken: Immer wieder hat sie auf der Strecke angehalten und einzelne Äste eingesammelt - kein Mensch weiß woher diese mitten in der trockenen Staubwüste kommen und wie lange diese schon hier gelegen haben. Unsere Guides machen einen Ausflug zum Lager der Schweizer um sich mit deren Guides zu treffen. Moni, Ulli, Karsten und ich bleiben am Lagerfeuer, bis es ganz heruntergebrannt ist. Die anderen gehen schon vorher zu Bett. Es wird heute eine sehr kalte Nacht! |