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Dienstag, 29. September 1998
Am nächsten Morgen erwachen wir kurz nach Morgengrauen und stellen überrascht fest, daß sich über Nacht hinter uns eine unendliche Schlange an Lastwagen gebildet hat, die alle auf die Öffnung der Grenzstation warten. Dank unseres tiefen Schlafes haben wir davon nachts nichts mitbekommen. Die Zollformalitäten dauern eine Stunde; leider gibt es an der Grenze keine Möglichkeit Geld zu wechseln, so daß wir unsere letzten Rand zusammenkratzen müssen um zu tanken. Eine nette Verkäuferin erklärt uns, daß wir den geplanten Weg nicht nehmen können, da dieser in schlechtem Zustand ist. So müssen wir einen Umweg fahren und erreichen schließlich mit geringer Verspätung Palapaye. Auch hier ist das Geldwechseln mit Schwierigkeiten verbunden, da gerade Zahltag ist (welch ein Glück wir haben) und am nächsten Tag die Bank geschlossen ist, wegen eines Nationalfeiertags. Nach längerer Warteschlange stehen wir schließlich vor dem Schalter und wollen wechseln. Hier haben die Mädchen nun die nächsten Probleme, da die Bankbeamten zunächst mit ihren Schweizer Franken nichts anfangen können. Nach längerer Diskussion erhalten sie schließlich doch ein paar Pulas (Pula ist die Währung in Botswana. Das Wort Pula bedeutet Regen). Um 15 Uhr erreichen wir schließlich Serowe und damit den Eingang zum Khama Rhino Sanctuary, dem ersten großen Ziel unserer Reise. Dieser Park ist aufgrund seines Nashornbestands eingezäunt und stark bewacht. Monika hat erstmals das Vergnügen den 4-Radantrieb unseres Fahrzeugs zu testen. Während dieser Fahrt saßen Karsten und ich auf dem Dach und betätigten uns als Ausguck da wir so über das hohe Gestrüpp hinwegsehen konnten. Wir entdeckten eine 9-köpfige Giraffenfamilie, die neben der Straße ästen. Da wir noch nicht viel Erfahrung mit den Straßenverhältnissen im Park haben verschätzen wir uns mit der Zeit und erreichen das Mokongwa Camp erst nach Einbruch der Dunkelheit. Wir stellen unser Auto beim erstbesten Platz auf und entdecken aufgrund der Dunkelheit erst zu spät, daß wir direkt vor dem Eingang des Klohäuschen parken. Wir stellen daraufhin unser Fahrzeug um und gehen Duschen. Es gibt zwar noch warmes Wasser, aber leider kein Licht. Zum Glück gehören zu unserer Ausrüstung auch zwei am Zigarettenzünder aufladbare Lampen. |
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Zum Abendessen mache ich Reis mit einer der Büchsensoßen, die wir in
Johannesburg erworben haben. Sie trifft nicht ganz unseren Geschmack; da wir
aber sehr hungrig sind, essen wir dennoch auf.
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