Samstag, 24. Oktober 1998
Morgens um 5 Uhr hört Moni zum letzten Mal Löwengebrüll und sie denkt wehmütig daran, daß sie dieses Geräusch vermissen wird (schließlich ist sie hier ja hinter Stacheldraht in Sicherheit). Was ist denn schließlich Stacheldraht ohne Löwen? Es gehört einfach dazu, auch wenn es ihr den ganzen vier Wochen einen Heidenschreck einjagt hat.
Vor dem Verlassen des Krüger Nationalparks wollen wir noch rasch einen letzten Game Drive absolvieren, bevor es dann möglichst rasch Richtung Johannesburg zurück geht. In Berg-en-Dal auf dem Camping Platz gehen wir rasch noch Wein einkaufen. Dann, nach zwei Kilometern Fahrt beim Mathulu-Wasserloch ist Moni als Kassenchef dabei unser verbliebenes Geld zu zählen. Wir sind alle heftig am diskutieren, ob es uns noch bis zum Schluß reicht, oder ob wir nochmals wechseln müssen. Wir sind alle so abgelenkt, daß wir beinahe ein Nashorn, das nur 2 Meter neben der Straße grast übersehen hätten. Im letzten Moment kann ich Karsten, der gerade fährt, mit dem Spruch "wie wär's mit dem da" zum halten bringen. Karsten steigt so heftig in die Eisen, daß das Nashorn erschrocken zusammenzuckt und zur Seite springt. Wir kommen ca. 2 Meter neben dem Nashorn zum Stehen. Verzweifelt versuche ich das Nashorn zu fotografieren, aber leider habe ich gerade das Tele aufgeschraubt und dazu ist das Tier viel zu nah da! Ich montiere also in aller Eile das Weitwinkel. Zum Glück bleibt das Nashorn stehen, bis ich mit dieser Arbeit fertig bin und ich letztendlich doch noch mein Foto bekomme. Kurz darauf trabt das Nashorn davon.


Nashorn im Krüger Nationalpark beim Mathulu-Wasserloch

Nach diesem aufreibenden Erlebnis verlassen wir den Krüger Nationalpark und fahren zurück in Richtung Johannesburg. Unterwegs lassen wir noch das defekte Rad flicken, um das Auto in einwandfreiem Zustand zurückgeben zu können.

Kurz danach kommen wir noch in eine Polizeikontrolle, die uns nach Waffen durchsucht, da im benachbarten Swaziland gerade Unruhen ausgebrochen sind. Natürlich finden die Polizisten nichts und wir können weiterfahren.


Entladen und Grobreinigung des Fahrzeugs vor der Rückgabe

Nachdem wir bei MAUI unser Fahrzeug entladen und oberflächlich gereinigt haben werden wir von einem Fahrer von MAUI zum Flughafen gebracht und das Abenteuer Afrika ist für dieses Jahr wieder beendet.