Montag, 19. Oktober 1998
Von unserem Campingpatz aus haben wir einen wunderschönen Blick auf den Zambezi River, der die Grenze zu Zambia bildet. Moni ist in der Nacht mehrfach aufgewacht, da die Paviane auf dem Platz einen - wie sie sagt - Mordslärm gemacht haben. Und natürlich hat sie frühmorgens auch wieder die obligatorischen Löwen gehört.

Wir starten zum morgendlichen Gamedrive in Richtung Westen am Zambezi entlang. Es sind immer noch sehr viele Büffel unterwegs, aber wenigstens nicht direkt auf der Straße. Auch hier machen wir die Erfahrung, daß der beste Aussichtspunkt in diesem Urlaub das Autodach ist. Aber auch dieser ist nicht immer 100 Prozent zuverlässig: infolge einer riesigen Bodenwelle fahren wir Zentimeterweise um eine Kurve, nur um unmittelbar vor einem Elefanten zu stehen. Dieser erschrickt zum Glück genauso wie wir und sucht das Weite. Gut, daß Simone nicht dabei ist...


20 Minuten warten wir bis dieses Hindernis die Straße wieder freigibt

Später haben wir erneut mit einem gleichartigen Straßenhindernis zu tun. Geschlagen 20 Minuten warten wir, bis der Jungbulle endlich die Straße freigibt und wir weiterfahren können. Die Situation ist zwar nicht gefährlich, aber wir sind ja schon gebrannte Kinder.

Wir fahren entlang der Pool bis zum Vunduu Camp. Von hier an gibt es kein Weiterkommen, da eine Absperrung die Weiterfahrt verhindert. Dahinter beginnt ein privates Jagdgebiet. Wir sind zur Umkehr gezwungen und verlieren dadurch garantiert zwei Stunden.

Moni's Zoomobjektiv, das schon seit ein paar Tagen ein wenig gesponnen hat, gibt plötzlich endgültig den Geist auf. Zum Glück habe ich das gleiche Kamerasystem, so daß wir mein Objektiv ab jetzt abwechselnd benutzen können.

Nach diesem Game-Drive fahren wir zurück Richtung Süden. Moni ist inzwischen längst nicht mehr der Meinung, daß die Strecke nach Mana Pools ein Umweg war.



Unterwegs sehen wir häufig Einheimische, die am Straßenrand Regenwürmer für Angler verkaufen, die zum Karibasee fahren.

Wir fahren heute den ganzen Tag durch und erreichen gegen 21:00 Uhr Mutare, die drittgrößte Stadt Zimbabwes (nach Harare und Bulawayo). Da die Stadt wie ausgestorben ist, gehen wir nur rasch bei Wimpys essen. Es regnet zur Abwechslung mal wieder und wir versuchen in der Dunkelheit einen Campingplatz zu finden. Schließlich nehmen wir mit dem direkt an der Hauptstraße auf einem Hügel gelegenen Municipal Campingplatz vorlieb. Nachts brausen ununterbrochen LKW's durch und Moni gelingt es nur mit Oropax einzuschlafen.