Sonntag, 18. Oktober 1998
Nach einer äußerst bequemen und trockenen Nacht im Backpacker - Karsten und ich teilen uns das Doppelbett, während Moni auf einer Matratze am Fußboden geschlafen hat, sind unsere Sachen und die Zelte wieder getrocknet. Wir fahren von Harare aus nach Norden in Richtung Mana Pools. Moni ist zunächst nicht sehr begeistert von diesem Fahrtziel, da nicht sicher ist, ob Mana Pools einen Umweg von siebeneinhalb Stunden wert ist.

Je nördlicher wir kommen, desto grüner wird die Landschaft. Hier hat es offensichtlich schon mehr geregnet. In Makuti tanken wir auf. An der Tankstelle finden wir einen interessanten Wegweiser, der verschiedene Ziele in ganz Afrika aufweist, unter anderem die Pyramiden in Ägypten, den Kilmanjaro und Kapstadt.


In Makuti findet man Reisehinweise von Kairo bis Kapstadt

Kurz vor dem Parkeingang zum Nationalpark von Mana Pools kommen wir in eine Tse Tse Fliegen Kontrolle. Diese Stationen sollen dazu dienen, die Ausbreitung der Schlafkrankheit unter Kontrolle zu bekommen. Mit einem Insektizid werden wir und unser Fahrzeug abgesprüht.


Im Park gibt es eine unglaubliche Anzahl von Baobab-Bäumen in jeder Größe und Form. Teilweise stehen sie mitten auf der Straße.


Während wir im Office sind wird unser Auto schon von Affen geentert!

Erst gegen Abend erreichen wir das Nyamepi Camp vor dem Office Centre. Da es schon recht spät ist beschließen wir nur noch einen kurzen Game-Drive entlang der Mana Pools bis zum Long Pool zu unternehmen. Es ist fast alles ausgetrocknet, so daß wir außer vielen Impalas und wenigen Elefanten fast keine Tiere zu sehen bekommen. Diese sind vermutlich alle unten am Zambezi-River.


Sonnenuntergang im Mana Pools National Park

Erst als auf dem Rückweg im Dunkeln vor uns eine Büffelherde die Straße überquert wird es etwas brenzlig. Diese Tiere sehen unseren Hausrindern zwar sehr ähnlich, sind aber wilde Tiere, die als außerordentlich reizbar und aggressive gelten. In der Dunkelheit haben wir keine Möglichkeit die Größe der Herde zu überblicken und diese haben es auch nicht sehr eilig, sondern blockieren recht dauerhaft die Straße. Wir warten erst mal ab und beobachten die Tiere. Diese tun es uns gleich und starren ebenfalls durch unsere Seitenfenster zu unser herein. Nach ca. 10 Minuten bildet sich endlich eine größere Lücke zwischen den Tieren, so daß wir die Durchfahrt wagen. Langsam rollen wir zwischen den Büffeln hindurch, diese lassen sich von uns aber in keiner Weise irritieren, so daß wir die Berichte über deren Aggressivität schon beinahe für Übertrieben halten.

Schließlich erreichen wir wieder unser Camp. Auch hier laufen Büffel herum. Moni beschließt daher auf den Gang zur Toilette zu verzichten. Wir trinken Whisky-Cola, mit dem wir uns auf in Harare eingedeckt haben und taufen es auf Zambezi-Wasser um - wegen der braunen Farbe.